BIO+: Gewässeruntersuchungen an der Lieser - Klasse 7A.C

Am 30. September trafen sich die beiden Gruppen des Wahlpflichtfaches BIO+ an der Lieser - ausgerüstet mit Wannen, Mikroskopen, Bechern, Pinseln, Thermometer, Meterstab, Bestimmungsschlüssel und einem umfangreichen Aufgabenkatalog.
Sie sollten die Lebensbedingungen im Fluss, also die Strömung und Temperatur bestimmen, Tiere suchen und bestimmen und die Gewässerqualität untersuchen. 

Mit viel Begeisterung ging es an die Arbeit. Steine mussten nach Tieren abgesucht werden und da blieb nichts anderes übrig als in den Fluss zu steigen. Die Mühe lohnte sich, denn die "Beute" war reich: Eintagsfliegen-, Steinfliegen- und Köcherfliegenlarven wurden gesammelt. Auch ein paar Kriebelmückenlarven waren dabei. Mit Hilfe von Mikroskopen konnten die Tiere genau unter die Lupe genommen und bestimmt werden. 

Die gefundenen Tiere sind Bioindikatoren für die Gewässerqualität. An der Lieser hatten die Schüler/innen durch die gefundenen Tiere und mit einem Rechenschema die Gewässergüteklasse 1,7 errechnet. In Fließgewässern unterscheidet man vier Gewässergüteklassen, also ist die Lieser mit ihrem Wert ein sehr sauberer Fluss.

Um die Strömungsgeschwindigkeit zu messen, wurden an verschiedenen Stellen mehrmals hintereinander Stöcke in den Fluss geworfen. Die Schüler/innen stoppten in welcher Zeit die Stöcke 10 m weit den Fluss hinunter trieben. Auf diese Weise errechneten sie die durchschnittliche Strömungsgeschwindigkeit von 1,5 m/s. 
In Gruppen diskutierten die Schüler/innen über Anpassungsstrategien der Tiere an die starke Strömung und die tiefe Wassertemperatur, die an diesem warmen Herbsttag noch 9oC betrug.

Text und Fotos: Mag. Angelika Staats

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