Exkursion zur 55. Venedig-Biennale - 26. und 27.09.2013

Alle zwei Jahre machen sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 7B und 8B mit ihren Kunstlehrerinnen für zwei Tage auf nach Venedig, um eine der bedeutendsten Ausstellungen von Gegenwartskunst zu bestaunen.

Schon auf der Hinfahrt im Bus wurden wir durch Schülerreferate auf die einzigartige Stadt und ihre besondere Ausstellung eingestimmt.

Gleich nachdem wir von Punta Sabbioni mit einem Schiff übergesetzt hatten, machten wir einen Spaziergang durch die Gassen Venedigs über den Markusplatz und zur Rialtobrücke.

Dann eroberten wir den ersten Ausstellungsparcours der Biennale in dem Arsenale, den Hallen einer ehemaligen Schiffswerft, in der sowohl einige Länderausstellungen zu sehen waren, als auch eine Gesamtschau zum Thema der diesjährigen Biennale, dem "Enzyklopädischen Palast".

Gleich im ersten Raum war das Modell dieses Palastes ausgestellt, das ein italienischer Auswanderer in den 50er Jahren in seiner Garage gebastelt hatte. Lange bevor es das Internet gab, hatte er die Vision, alles Weltwissen in diesem Traumschloss der Bildung an der National Mall in Washington zusammentragen zu lassen.

Nach einer Übernachtung in einem Hotel in Jesolo besuchten wir am zweiten Tag die Giardini, ein Gartengelände, auf dem seit 1898 zahlreiche Länderpavillons errichtet wurden, in denen die jeweiligen Länder durch die von ihnen ausgewählten Künstlerinnen und Künstler vertreten werden.

Ai Weiwei
Dröhnen im polnischen Pavillion

Im österreichischen Pavillon zeigte heuer der in LA lebende Mathias Poledna einen herzerwärmenden, sehr aufwändig produzierten 35 mm Trickfilm im Disney-Stil der 30er Jahre ("Imitation of Life"), in dem auch der Pavillon erbaut wurde.

http://www.labiennalevenezia.at/de/ausstellung/

Im Zentralpavillon wurden neben vielen spannenden Arbeiten auch Gemälde der österreichischen Malerin Maria Lassnig gezeigt, die in diesem Jahr mit dem Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk geehrt wurde.

Den meisten Schüler/innen gefiel aber besonders der russische Pavillon mit einer Arbeit von Vadim Zakharov, in dem es im Erdgeschoss ziemlich brachial Goldstücke regnete und man im Obergeschoss den Goldregen anbeten konnte, während ein Künstler leibhaftig unter der Decke saß, Erdnüsse verspeiste.

An den Wänden stand ein Text, der alle Männer aufforderte ihre Geldgier, ihre Falschheit, ihre Verschwendungssucht und vieles mehr zu beichten.
Mag. Eva Grutschnig

Fotos von Evelyn Winkler, 8B

Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at









Barrierefreie Website