Wie Bilder laufen lernen.... Projekttage der Klasse 6B - 4. bis 6.02.2013

Wie funktioniert eigentlich ein Film? Und wie bringt man Bilder ohne digitale Technik zum Laufen? Diese Erfahrung konnte die Klasse 6B auch in diesem Jahr unter der Anleitung der Kunststudentin und ehemaligen Schülerin des BORG Laurien Bachmann machen.

Die Schülerinnen und Schüler gestalteten in den Tagen vor den Semesterferien einen "Film ohne Kamera". Ähnlich wie bei einer Einzelbildanimation im Trickfilm entstanden Filmsequenzen durch experimentelles Hineinkratzen und Ätzen in die Oberfläche eines 16 mm Filmstreifens.

Um zu verstehen wie die Bilder "laufen lernen", gestalteten die Schüler/innen zu Beginn eine Wunderscheibe (Nachbildeffekt) und ein Daumenkino mit 24 Einzelbildern. Auf diese Weise bekamen alle ein Gefühl für das "Timing" der einzelnen Bewegungsphasen.

In Linientagebüchern erprobten die Schülerinnen und Schüler außerdem die Vielfalt ungegenständlicher grafischer Gestaltungsmöglichkeiten, denn ein besonderer Reiz des Experimentalfilms ist das Spiel aus bewegten Linien, da gegenständliche Motive im 16 mm Film nicht deckungsgleich übereinander gelegt werden können und das Bild bei der Projektion zu zittern beginnt.

 

 

 

Dann wurde ausprobiert: Durch Hineinkratzen und Ätzen in schwarz belichtete und gekaderte (= gerahmte Einzelbilder) Filmstreifen entstanden erste Filmsequenzen. Je 25 Einzelbilder ergaben eine Sekunde Film. Ein Meter Filmstreifen entsprachen dabei etwa fünf Sekunden Film.

Die Schülerinnen und Schüler entschieden sich nach einem Brainstorming für das gemeinsame Thema "Freiheit", wählten einen Vogel als verbindendes Motiv und erarbeiteten in Gruppen dazu passende Filmsequenzen. Die Filmstreifen mussten hierfür manuell geschnitten und passend zusammengeklebt werden, das bei insgesamt immerhin 72 Meter!

Die Zusammenarbeit unter den Schülerinnen und Schülern war dabei vorbildlich. Sie waren mit Fleiß und Einfallsreichtum bei der Sache, und die Arbeit wurde ebenso einsatzbereit wie fröhlich bewältigt.

 

Am Ende konnten wir einen sechsminütigen Film mit dem Titel "Release yourself" (befreie dich) projizieren und digital abfilmen. Im Rahmen des Mediendesign-Unterrichts haben die Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr die Möglichkeit ihn auch digital nachzubearbeiten und zu vertonen.

Im Rahmen des Mediendesign-Unterrichts haben die Schülerinnen und Schüler im nächsten Jahr die Möglichkeit ihn auch digital nachzubearbeiten und zu vertonen.

 

Ermöglicht wurde das Projekt mit der finanziellen Unterstützung des Schulkulturbudgets für Bundesschulen ?KulturKontakt?. Außerdem danken wir unserem Elternverein, der die Kosten für das teure vorbelichtete Filmmaterial übernommen hat.

Ein besonderes Dankeschön aber gilt unserer ehemaligen Schülerin Laurien Bachmann, die die Idee für das Projekt hatte und mit deren Knowhow wir diese besondere Filmerfahrung machen durften!

Sandra Gebhard

Rohfassung des Film zu sehen auf: http://www.youtube.com/watch?v=EePS9lSJSN8

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