Das Jahr der Powergirls

Daniela Ulbing, Sarah Lagger und Denise Zöhrer, drei Mädchen aus dem Sport-BORG Spittal und Schulsportleistungsmodell Kärnten-Athletinnen zeigen wie erfolgreich hübsche Weiblichkeit in einer männerdominierten Welt sein kann.

Daniela Ulbing (7S) durfte als Snowboarderin diese Saison das erste Mal Europacupluft schnuppern. Aus dem Schnuppern wurde ein richtiges an- und dann einsaugen von Erfolgen. Nach Topplatzierungen folgten schlussendlich sechs Podestplätze mit drei Siegen und somit der Europacupgesamtsieg. Mit nur 17 Jahren sicherte sich so Daniela einen fixen Startplatz in der nächsten Weltcupsaison. Als Draufgabe wurde sie auch noch in China bei den Juniorenweltmeisterschaften 4.

Sarah Lagger (5S) sicherte sich in diesem Jahr schon mit ihren erst 15 Jahren in der Leichtathletik mehrere österreichische Rekorde und natürlich auch Titel, nicht nur in der U18 Klasse. Den Höhepunkt der erst begonnenen Saison stellt natürlich ihr sensationeller U18 Weltrekord im leichtathletischen Siebenkampf dar. Sarah knackte als erste Athletin der Welt die magische 6000-Punkte-Marke. Obwohl sie keine offensichtlichen Schwächen hat, entwickelt sie sich als besondere Stärke fast wöchentlich im Weitsprung weiter. So sprang sie in Innsbruck schon unvorstellbare 6,18 Meter, wobei sie aber den Balken deutlich verfehlte und der Sprung sicherlich über 6,30 Meter weit war.

Denise Zöhrer (8S) war im alpinen Skisport schon immer eine der stärksten Nachwuchsläuferinnen. Sie ist zwar nur zierliche 1,58 Meter groß und wiegt gar nur 51 Kilo, aber selbst in Speeddisziplinen konnte sie ihre österreichischen Gegnerinnen in die Schranken weisen. So gewann sie die Superkombination der allgemeinen österreichischen Meisterschaften, wobei sie den Grundstein ihres Erfolges im Super-G legte. Diese Leistung ist natürlich umso bedeutender, da Österreich ja die Topnation des alpinen Skisports ist. Nicht nur dieses Ergebnis brachte ihr das Ticket für die Aufnahme in den ÖSV-Kader.

Denise, Daniela und Sarah - Statements zu "Mädchen und Leistungssport":

  • "Mädchen haben in den Kadern und Trainingsgruppen denselben Stellenwert wie ihre männlichen Kollegen."
  • "Der Unterschied zwischen Trainerin und Trainer liegt nur am Menschen und nicht am Geschlecht."
  • "In der Schule sollte es mehr spezielles Sportangebot und Neigungsgruppen geben, eventuell auch speziell für Mädchen."
  • "Vorteilhaft wäre in den Volksschulen eigene Sportlehrer/innen einzusetzen."
  • "Talentaktionen mit Erlebnischarakter und anschließende Betreuung über Vereine sind sinnvoll."
  • "Durch Leistungssport kommt man viel herum und lernt viele neue und interessante Menschen kennen."
  • "Es sollte mehr Vereinsangebote geben und vor allem mehr engagierte Trainer/innen - wir haben das Glück gehabt, das uns solche zur Verfügung standen und stehen."

Mag. Richard Sobota

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