Exkursion der 8B zur Biennale nach Venedig - 07. und 08.10.2009

"FARE MONDI - Welten machen - making worlds"

Am 7. Oktober traten wir eine Kunst- und Kulturreise zur Biennale nach Venedig an.

Die Biennale ist ein internationales Kunstfestival, welches seit 1893 alle zwei Jahre - mit Unterbrechungen durch die zwei Weltkriege - stattfindet. Millionen von Besucherinnen und Besuchern nutzen die Möglichkeit, zeitgenössische Kunst, Theater, Tanz, Architektur hautnah zu erleben und zugleich das Flair von Venedig einzuatmen. http://de.wikipedia.org/wiki/Biennale

Das diesjährige Motto lautete "fare mondi", was übersetzt "Welten machen" bedeutet.

Mit dem Schiff in Venedig angekommen, war unser erstes Ziel "L'Arsenale", ein riesiges Gelände, das lange Zeit als Werft für den Schiffsbau diente.
Über 53 Künstler/innen boten im Gelände des Arsenals eine abwechslungsreiche und spannende Schau. Bereits im ersten Raum erwartete uns ein Highlight: ein Raum im Halbdunkel mit einer Installation der Brasilianerin Lygia Pape.

Unsere Augen mussten sich zuerst an die Düsterheit gewöhnen und erst langsam "eröffnete" sich die Arbeit: Geometrisch verspannte Drähte, welche gezielt beleuchtet wurden, ließen den Raum "mit-Lichtstrahlen-durchflutet" erscheinen. Der Raum wirkte beruhigend, fast meditativ.

Lygia Pape, 'tteia I, C', 2002 gold thread in square forms image
© designboom

Eine Installation mit zerbrochenen Spiegeln von Michelangelo Pistoletto,

verschiedenste Filmprojektionen, Lichtinstallationen, Optische Täuschungen, Farbräume, Fotografien, Skulpturen, Malereien und Grafiken ließen uns die Vielseitigkeit von zeitgenössischer Kunst bewusst werden.


Bei Sonnenschein spazierten wir durch die Altstadt, vorbei am Dogenpalast bis hin zum Markusplatz mit der Markuskirche und dem Campanile (Turm). Obwohl uns der Weg über zahlreiche Brücken führte, ist es fast unbegreiflich, dass Venedig auf Baumpfählen erbaut wurde.

Satt gesehen warteten wir auf das Schiff, das uns zurück nach Punta Sabbioni brachte. Mit dem Bus fuhren wir anschließend nach Jesolo, wo wir das Hotel bezogen. Nach dem Abendessen konnten wir noch am Strand das Meer genießen.

Früh aufstehen, zusammenpacken und frühstücken - so begann der zweite Tag unserer Exkursion. In Venedig angekommen, machten wir uns auf, "I Giardini della Biennale" zu besuchen. Dort präsentierten sich über 28 Länder in ihren nationalen Pavillons.

Unser erstes Ziel bildete eine Installation von Michael Elmgreen und Ingar Dragset vor dem Pavillon der nordischen Länder: Ein Swimmingpool, in dem ein scheinbar lebloser Körper treibt.

Dort entstand auch unser Gruppenfoto.


In den Pavillons der nordischen Länder wurde eine Art Geschichte inszeniert, und der Betrachter/die Betrachterin konnte herausfinden, warum eine "Leiche" im Pool schwimmt.

"Erstmals haben sich für diese Großinstallation die benachbarten Pavillons von Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden zusammengeschlossen. Entstanden ist die stimmigste, beziehungsreichste und intelligenteste Gruppenausstellung dieser Biennale."
http://www.welt.de/kultur/article3868983/In-Venedig-schwimmt-die-Leiche-im-Pool.html

Weitere interessante Arbeiten erwarteten uns zum Beispiel im italienischen Pavillon, der uns mit einer Installation von Thomas Saraceno in Erinnerung bleibt.

Auch der polnische, der australische und der österreichische Pavillon fielen uns positiv auf.

Im österreichischen Pavillon wurden Arbeiten von Elke Krystufek, Dorit Margreiter sowie Lois und Franziska Weinberger gezeigt. Beeindruckt haben uns dabei die Körperbilder von Krystofek, die "wild" direkt auf die Mauern des Pavillons gemalt wurden.

Nach dem intensiven Kunstprogramm begaben wir uns wieder auf die Heimreise, auf der wir von einem riesigen Schiff überholt wurden. Dieses Schiff hatte die Ausmaße einer "schwimmenden" Stadt - quasi Venedig mit Motor.

In diesen zwei Tagen wurden uns die Vielseitigkeit und die unterschiedlichsten Ansätze und Konzeptionen zeitgenössischer Kunst bewusst und be-greif-bar.

(by Lena Platzer und Katharina Eder)

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