Erste Schritte zur vorwissenschaftlichen Arbeit im Nationalpark Hohe Tauern - 04/12

Schülerinnen und Schüler der 6A und 6C nahmen vom 19. bis 20. April 2012 am Seminar "Der Nationalpark Hohe Tauern als Lernfeld für vorwissenschaftliches Arbeiten"  im BIOS Nationalparkzentrum in Mallnitz teil. Bei dieser Veranstaltung haben die Schüler/innen einen Einblick in wissenschaftliches Arbeiten bekommen und sie lernten Forschungsprojekte im Nationalpark kennen.

Die Schüler/innen lauschen gespannt dem Vortrag von Dr. Jungmeier.


Gleich zu Beginn gab Dr. Michael Jungmeier vom Institut E.C.O. in Klagenfurt eine spannende Einführung in die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens. Dr. Jungmeier ist ein erfolgreicher und weltweit in Schutzgebieten tätiger Wissenschaftler. Den Grundstein für seine wissenschaftliche Karriere hat Jungmeier im Nationalpark Hohe Tauern vor mehr als 25 Jahren gesetzt. Sein Erfolgsgeheimnis ist die Neugierde, mit der er "die Dinge"  betrachtet und beobachtet.

Die Schüler/innen haben im Seminar die Unterschiede zwischen Wissenschaft, Religion, Kunst und Handwerk erarbeitet. So bekamen sie schließlich einen guten Einblick in die wesentlichen Merkmale des wissenschaftlichen Arbeitens.

In Gruppen arbeiten die Schüler/innen an ihren
Präsentationen und Fragestellungen.


Für eine weitere Übung hat Dr. Jungmeier ein hölzernes Wurfholz für die Gazellenjagd aus der Kalahari mitgebracht. Die Schüler/innen diskutierten, welche Fragen man sich bei der Betrachtung dieses einfachen Jagdwerkzeuges stellen könne und welche Forschungsdisziplinen zur Beantwortung dieser Fragen notwendig seien. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion und am Ende waren alle erstaunt, wie viele wissenschaftliche Themen und Disziplinen ein scheinbar einfaches Holzstück  beschäftigen könnte.

Bei seinem Vortrag hat Klaus Eisank (Leiter des Wildtiermanagements) den Schüler/innen einen Überblick zu den Forschungsprojekten des Nationalparks Hohe Tauern gegeben. Bei den Exkursionen konnten die Schüler/innen mehr über den Nationalpark erfahren. Dabei hat jede Gruppe die Exkursion aus der Sicht einer speziellen Wissenschaft betrachtet. Den Schüler/innen wurden verschiedene "Brillen" aufgesetzt: Es gab eine Gruppe von Germanisten, eine von Physikern, von Biologen, von Historikern etc. Durch diese "Brillen" blickend, haben die Schüler/innen Forschungsfragen zu den einzelnen Exkursionen formuliert.

Feedbacks der Schüler/innen über die beiden Tage im Nationalpark:

  • Wir haben gute Einblicke in wissenschaftliche Fragestellungen bekommen und möchten noch mehr über das wissenschaftliche Arbeiten erfahren.
  •  Die vielen interessanten Vorträge und Exkursionen waren gut für die Themenfindung. Für die konkrete Umsetzung unserer vorwissenschaftlichen Arbeit müssen wir jedoch noch mehr Werkzeuge bekommen.
  • Der Vortrag "Was ist Wissenschaft und wie arbeiten Wissenschaftler?" hat uns sehr viel gebracht.
Ausgerüstet mit verschiedenen "Forschungs-werkzeugen" geht es in das Mallnitzer Seebachtal.
Schüler/innen untersuchen den Gebirgsbach.
Zeichen der Kulturlandschaft war Thema bei der Exkursion zum Rabisch in Mallnitz.
In der Schusterkeusche wird erzählt, wie die Menschen früher lebten.


Das 2-tägige Seminar im Nationalpark war sehr interessant und es wäre wünschenswert, wenn man, auf den gewonnen Erfahrungen aufbauend, im nächsten Jahr für die folgenden Klassen ein ähnliches Seminar veranstalten könnte.

Schüler/innen der 6A und 6C nehmen im BIOS in Mallnitz am Seminar "Der Nationalpark Hohe Tauern als Lernfeld für vorwissenschaftliches Arbeiten" teil.
Zernattostraße 10, 9800 Spittal/Drau, T: 04762/5509, F: 04762/5509-22, Email: borg-spittal@bildung-ktn.gv.at









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